So war es beim Faschingsmarkt am 22. Februar 2009

 

Retten - löschen - bergen

Bereits zum 32. Mal herrschte am gestrigen Sonntag in Haunersdorf das bunte Faschingstreiben. Unter dem Motto "retten - löschen - bergen" hielt die fünfte Jahreszeit wieder einmal in Haunersdorf Einzug und lockte viele Faschingsbegeisterte an. Ganz im Zeichen der Feuerwehr waren viele Kostüme der Faschingsmacher, die ganze Ausstattung des Eispalastes sowie das fünf Meter lange Bühnenbild auf das diesjährige Motto ausgelegt. Aus nah und fern kamen die verkleideten Besucher ab 11 Uhr in den beliebten Haunersdorfer Eispalast, wo ein viel versprechender und erlebnisreicher Nachmittag auf sie wartete.
Die Feuerwehrküche ließ auch in diesem Jahr nichts anbrennen und bewirtete die Gäste ab 11 Uhr im Eispalast mit vielerlei bayerischen Schmankerln. Ein Muss auf dem 32. Haunersdorfer Faschingsmarkt waren selbstverständlich auch wieder die Krapfen, ausgezogene Küchlein und Apfelschnitten der Landfrauen. Für die süße Nachspeise war im angrenzenden ESC-Stüberl eine Kaffeestube eingerichtet, wo allerlei Kuchen- und Tortenspezialitäten zur Auswahl standen. Nachdem für das leibliche Wohl ausreichend gesorgt war, konnten die Faschingsmarktbesucher in der Budenstadt zwischen Hexenkessel, Büchsenwerfen und der Minigolfbahn kurzweilige Stunden verleben. An der Apres-Ski-Bar der Landjugend gab's Hochprozentiges zur Aufwärmung von innen und die Kleinen ließen sich bei einer Fahrt mit der Haunersdorfer Lokalbahn durchs ganze Dorf kutschieren.
Ein glückliches Händchen brauchten die Besucher am Losstand, wenn auch die Nieten, aus denen die Hauptpreise gezogen wurden, durchaus kein Fehlgriff waren. Bei einem so vielfältigen Angebot warteten alle gerne auf den Startschuss für die Hauptattraktion des Tages: Den Einzug der Faschingsregierung mit prominenten Gästen unter den Klängen des Narrhallamarsches. Es folgte die vierstündige Faschingsshow mit Aufführungen und sehenswerten Überraschungen.

Pünktlich um 13.46 Uhr fiel mit dem Einzug der Faschingsmacher schließlich im dicht gefüllten Haunersdorfer Eispalast, der kunterbunt bis unter die Hallendecke geziert und geschmückt war, der Startschuss. Hauptorganisatoren Franz Ettengruber und Paula Reichl konnten im Namen aller Beteiligten zahlreiche Besucher aus nah und fern begrüßen, darunter viele Prominente.
Der Haunersdorfer Faschingsmachernachwuchs, die "Tanzmäuse" eröffneten mit zwei flotten Tänzen "Happy Holiday" und "Das rote Pferd" das Nachmittagsprogramm. Der Glöckner von Haunersdorf musste anschließend feststellen, dass die Kirchturmuhr defekt ist und das genau vor dem Bauernjahrtag. Nachdem die Firma Glockinger aus Passau eine Monteurin geschickt hatte und eine Reparatur fast erfolgreich war, musste noch der notwendige Strom erzeugt werden. Pfarrer Paul Mrotek hatte letztendlich die richtige Drehzahl auf dem Fahrrad erreicht und in Haunersdorf blieb die Kirchenuhr seitdem nicht mehr stehen.
Drei ältere Herren trafen sich und erzählten aus ihrer Jugend, wie sie damals bei den Tänzen in den Lokalen gefetzt und getanzt hatten. Mit unzähligen Einlagen der verschiedensten Tänze vollführten Bernd, Michael und Raphael eine Evolution of Dance.
Nach dem begeisternden Auftritt der Tanzgruppe "Blue Magic" aus Niederhausen zu den Liedern "Under the Moon of Love" ging es zwar nicht so stürmisch, jedoch zum Vergnügen der vielen Besucher recht lustig her.
Schlagabtausch
Waltraud und Mariechen, Sylvia und Günther Appinger, gaben sich nach den vielen Auftritten im Fernsehen erstmals in Haunersdorf beim Faschingsmarkt ein Stelldichein. Mariechen, das die Zuschauer allein mit seinem Aussehen zum Lachen brachte, konnte dabei den Anweisungen von Waltraud nicht immer ganz folgen und so entwickelte sich ein lustiger Schlagabtausch, der von den Besuchern mit stürmischen Applaus bedacht wurde.
Die drei Bademeister vom Antonibach, Andreas, Johannes und Stefan wollten im Antonibach unbedingt einen großen Fisch fangen, was ihnen trotz des Faschingssongs "Schau hi, da liegt a toter Fisch im Wasser", nach vielen Versuchen doch nicht gelang.
Mit einem flotten Marsch schritt dann die Alt-Haunersdorfer Feierwehrkapelle durch den Eispalast und präsentierte sich in alten Uniformen auf der Bühne dem Publikum. Cornelia Ettengruber als Taferlbub wusste den Gästen im Eispalast so manch Pikantes zu erzählen, wobei auch die eigene Feuerwehr und die Simbacher Markträte nicht ganz ungeschoren davon kamen. Zwischendurch gab die Alt-Haunersdorfer Feierwehrkapelle auf das Kommando von Richard Aigner hin einige Gstanzl zum Besten.
Und nach dem zweiten Auftritt der Blue Magic Tanzgruppe mit einem Medley aus Kung fu fighting, Girls, Girls Girls und Runaway, erklang viel Geblöke auf dem Podium. In einem lustigen Durcheinander der zahlreichen Schäfchen sang Schäfer Heinrich, Manfred Ertl, das alte Schäferlied.
Zum Abschluss der Bühnenshow erschienen alle Akteure des Nachmittags zum tollen Finale auf der Bühne und heizten mit dem Fliegerlied die Stimmung im Eispalast weiter an. Die Ruhstorfer Tanzmäuse, die "Diavolos" und die Gruppe "Azzuros" ernteten bei den nachfolgenden Darbietungen viel Beifall für ihre einfallsreichen Choreografien.
Den letzten Höhepunkt des Haunersdorfer Faschingsmarktes bildete der gelungene Auftritt der Simbacher Prinzengarde mit dem Prinzenpaar Silvia und Martin. Der ganze Eispalast tobte, als die zehn Girls ihre Beine herumwirbelten und das Prinzenpaar sich im Walzertakt auf der Bühne wiegte.
Nach dem vielfältigen Nachmittagsprogramm verbrachten die zahlreichen Besucherinnen und Besucher noch einen geselligen Abend im Haunersdorfer Eispalast bei einer bayerischen Brotzeit aus der Feuerwehrküche. Alle Jungen und Junggebliebenen ließen den Abend im angrenzenden Disco-Zelt oder im Hexenkessel ausklingen.

 

 

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