So war es beim Faschingsmarkt am 03. Februar 2008

 

Dahoam is Dahoam

Bereits zum 31. Mal herrschte am Faschingssonntag in Haunersdorf das bunte Faschingstreiben. Unter dem Motto "Dahoam is dahoam" hielt die fünfte Jahreszeit wieder einmal in Haunersdorfer Einzug und lockte viele Faschingsbegeisterte an.
Die Kostüme der Faschingsmacher, die ganze Ausstattung des Eispalastes sowie das fünf Meter lange Bühnenbild und der 18 Meter lange Maibaum, der extra in der Mitte der Eisstockhalle aufgestellt wurde, waren auf das diesjährige Motto ausgelegt.
Selbst Petrus hatte am Faschingssonntag seine Finger im Spiel und unterstützte das Motto mit all seinem Können. Denn zu "Da hoam is dahoam" gehört auch den ganzen Tag über der weißblaue Himmel und dies war für viele Besucher Grund genug, um am Haunersdorfer Faschingstreiben mitzumachen.
Welches Programm die Faschingsmacher den Gästen aus der ganzen Umgebung bieten werden, das wusste zur Mittagszeit noch niemand. Aus nah und fern kamen die verkleideten Besucher ab 11 Uhr in den beliebten Haunersdorfer Eispalast, wo ein vielversprechender und erlebnisreicher Nachmittag auf sie wartete. Die Feuerwehrküche ließ auch in diesem Jahr nichts anbrennen und bewirtete die Gäste ab 11 Uhr im Eispalast mit vielerlei bayerischen Schmankerln. Wer auf der vielfältigen Speisekarte dennoch nichts fand, auf den warteten an den einzelnen Ständen Hot Dogs, Fischsemmeln und Süßigkeiten.
Ein Muss auf dem 31. Haunersdorfer Faschingsmarkt waren selbstverständlich auch wieder die Krapfen, ausgezogenen Küchlein und Apfelschnitten der Landfrauen. Für die süße Nachspeise war im angrenzenden ESC-Stüberl eine Kaffeestube eingerichtet, wo allerlei Kuchen- und Tortenspezialitäten zur Auswahl standen. Nachdem für das leibliche Wohl ausreichend gesorgt war, konnten die Faschingsmarktbesucher in der Budenstadt zwischen Hexenkessel, Büchsenwerfen und der Minigolfbahn kurzweilige Stunden verleben. An der Apres-Ski-Bar der Landjugend gab's Hochprozentiges zur Aufwärmung von innen. Die kleinen und etwas größeren "Kinder" konnten sich währenddessen bei einer Fahrt mit der Haunersdorfer Lokalbahn durchs ganze Dorf kutschieren lassen.
Ein glückliches Händchen brauchten die Besucher vor allem am Losstand, wenn auch die Nieten durchaus kein Fehlgriff waren. Immerhin wanderten sie in die große Lostrommel, aus der am Abend die Sieger für die Preise gezogen wurden.
Bei einem so vielfältigen Angebot fiel es wohl keinem schwer, auf den Startschuss für die Hauptattraktion des Tages zu warten: Auf den Einzug der Faschingsregierung mit prominenten Gästen unter den Klängen des Narhallamarsches. Pünktlich um 13.46 Uhr fiel schließlich im dicht gefüllten Haunersdorfer Eispalast der Startschuss. Hauptorganisator Franz Ettengruber und Paula Reichl konnten im Namen aller Beteiligten zahlreiche Besucher aus nah und fern begrüßen, darunter viele Prominente.
Der Haunersdorfer Faschingsmachernachwuchs, die "Tanzmäuse" eröffneten mit zwei flotten Tänzen "1001 Night" und "Bang-bang" das Nachmittagsprogramm.
Einen Altbayrischkurs zum Thema Fairnis am Spielfeldrand, Lektion vierhundertachtundvierzig, für Einsteiger wie so manchen Preiß'n spielte die Landjugend. Dabei versuchten dann zwei Herren und eine Dame auf dem Sportplatz zu vermitteln. Der Sascha, Sohn der Eheleute Traudl und Heinzi hatte nicht seinen besten Tag beim Fußballmatch erwischt, was die Eltern lauthals zu kommentieren wussten. Als zuletzt die eigene Mannschaft aus Pfunzenham-Batzelfing sogar gegen Wamperlfing verlor, gab es bei den beiden Zuschauern kein Halten mehr und sie ließen ihren sportlichen Frust am Schiri aus.
Zwei äußerst talentierte Pianisten, Hector Moreno und Roberto Cappelli, hatten bei der Anreise zum Konzert von Sergei Rachmaninow im Haunersdorfer Eispalast einen schweren Unfall und mussten sich die Hände verbinden lassen. Doch mit ihrer jahrzehntelangen Erfahrung war es dem Richard und seinem Mitspieler Gerhard dann doch möglich, durch zweckentfremden einiger Körperteile, ihren musikalischen Auftritt, ganz zur Freude der Zuschauer, zum Besten zu geben. Es folgten zwei flotte Auftritte der Tanzgruppe "Sixteen Girls" aus Haunersdorf. Als dann zwei edle, aber doch schwule Ritter der Tafelrunde, Gellahed und Lanzelot auf der Bühne unter den Klängen der Fanfaren mit ihren Schwertern um die Gunst der Königstochter kämpften, stieg die Stimmung im Eispalast. Die Königin wollte, dass der Sieger des Kampfes die Königstochter ehelichen darf, doch die beiden, beachteten das gut gemeinte Werben der Königstochter nicht und richteten ihre Blicke lieber ans andere Ufer.
Wie es im letzten Jahr auf Mallorca beim Ballermann zuging, führten drei junggebliebene Schönlinge aus Haunersdorf vor. "Ohne Hosen, ohne Schuh, bis um sechse in der Fruah" sangen Georg, Andy und Rudi und im ganzen Eispalast ertönte der darauf folgende Refrain. Selbst der Sangria floss in Strömen und auch die Zuschauer in den ersten Reihen bekamen so manchen Spritzer des köstlichen Saftes davon ab.
Nach dem begeisternden Auftritt der Tanzgruppe "New Blue Magic" zu den Liedern "Candyman" und "Let's twist again" und der Schürzenjäger mit DJ Ötzi, erschienen alle Akteure des Nachmittags zum tollen Finale auf der Showbühne und heizten mit dem Lied "Einen Stern der deinen Namen trägt" die Stimmung im Eispalast weiter an. Verschiedene Tanzeinlagen der Ruhstorfer Dancekids "Himmel und Hölle" den "Diavolos" und der Gruppe "Azzuros" ernteten viel Beifall für ihre einfallsreichen Choreografien.
Den letzten Höhepunkt des Haunersdorfer Faschingsmarktes bildete der gelungene Auftritt der Simbacher Prinzengarde mit dem Prinzenpaar Bernadette und Andreas. Der ganze Eispalast tobte, als die zehn Girls ihre Beine herumwirbelten und das Prinzenpaar sich im Walzertakt auf der Bühne wiegte. Nach dem vielfältigen Nachmittagsprogramm verbrachten die zahlreichen Besucherinnen und Besucher noch einen geselligen Abend im Haunersdorfer Eispalast bei einer bayerischen Brotzeit aus der Feuerwehrküche. Alle Jungen und Junggebliebenen ließen den Abend im angrenzenden Disco-Zelt oder im Hexenkessel ausklingen.

 

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