So war es beim Faschingsmarkt am 06. Februar 2005

 

Bürgermeister unterm Henkerbeil

 

Närrisches Treiben beherrschte am Faschingssonntag den Haunersdorfer Eispalast, der das Zentrum des 28. Faschingsmarktes bildete. Unter dem Motto „Auf geht’s beim Schichtl“, lockte die fünfte Jahreszeit wieder einmal viele Faschingsbegeisterte an. 

Pünktlich um 13.44 Uhr fiel mit dem Einzug der Faschingsmacher schließlich im dicht gefüllten Haunersdorfer Eispalast der Startschuss. Hauptorganisator Franz Ettengruber konnte im Namen aller Beteiligten zahlreiche Besucher aus nah und fern begrüßen, darunter viele Prominente.

Die Dance Girls eröffneten mit einem flotten Tanz das Nachmittagsprogramm. Bei der anschließenden Liveschaltung in den videoüberwachten Toilettenwagen des Haunersdorfer Faschingsmarktes wurden die Besucher Zeugen einer außergewöhnlichen Szene. Erich, Hermann und Anton machten mit dem Weißbierglas in der Hand Entspannungsübungen auf dem Klo und konnten es gar nicht fassen, dass es überall nur noch so genannte „Sitzbisler“ gibt, weil die Frauen allen Männern das Bisl'n im Stehen verboten haben.

Der Ohrwurm „Schni Schna Schnappi“, aufgeführt von Klara und Markus, begeisterte die zahlreichen Kinder unter den Faschingsmarktbesuchern.  Drei Newcomer, Andy, Georg und Rudi, durften dann erstmals auf die Bretter, welche die Welt bedeuten. Verliebt bis zum „Fast-Umfallen“, erwiesen die drei Jünglinge bei ihrem bewegtem Auftritt der Angebeteten ihre Gunst.

„Wenn da Boandlkramer klopft und sogt dei Zeit is um“ tönte aus den Lautsprechern und Hermann, Anton und Erich suchten sie sich einige Damen und Herren im Publikum um sie über ihre ungesunden Lebensweisen zu belehren. Dabei erinnerten sie sie an die Taten, die dazu beitragen, dass der Boandlkramer oft schneller kommt, als es wir Zeitgenossen erwarten. 

 „Auf geht’s beim Schichtl“ rief der Henker Erich der Schreckliche anschließend auf dem Podium. Ein raunen ging durch die Reihen der Besucher im Eispalast, denn noch wusste niemand, wenn die beiden Henkersknechte Hugo der Stümper und Ande der Hamperer (Xaver und Christian) abholen würden. Kein geringerer als Bürgermeister Alois Schrögmeier hatte an diesem Nachmittag die Ehre, bei lebendigem Leib beim Schichtl geköpft zu werden. Schwerste Vergehen beschuldigt, weil er in Simbach ein Wirtshaus abreißen ließ und in Haunersdorf beim Bau des Feuerwehrgerätehauses zu wenig Freibier spendiert hatte.  An der Bühne angekommen wurde er vom Bruder Uli Schnapsdabass nach seinem letzten Willen gefragt und die Henkersmahlzeit verabreicht. Nachdem der Henker die Schneide am Fallbeil noch überprüft hatte wurde der Delinquent sogleich auf die Henkersbank gelegt und Sekunden später trat das Fallbeil in Aktion. Der Henker sprach noch sein Bedauern zu der doch notwendigen Aktion aus und der Beifall gehörte Bürgermeister Alois Schrögmeier, der sich für den Faschingsspaß gerne zu Verfügung gestellt hatte.

Viel zu lachen gab es bei der Aufführung der Feuerwehr’ler, das „Läuten der Glocken von Rom“. Angezogen wie italienische Mafiabosse schlugen sie mit viel Geschick und dem nötigen Durchblick im Takt der Musik auf ihre Bratpfannen.

Zum Abschluss des tollen Faschingsprogramms erschienen alle Akteure des Nachmittages auf der Showbühne und das Haunersdorfer Randfichtentrio, Andreas, Markus und Martin heizten die Stimmung mit ihrem Song, „Lebt denn der alte Holzmichl noch“ weiter an.

Verschiedene Tanzeinlagen der Haunersdorfer Nachwuchstalente stellten den musikalischen Teil des Nachmittagsprogramms dar. So ernteten die „Dance Girls“, die „Black Sisters“, die „Village People“ und die Gruppe „Blue Magic“  aus Niederhausen viel Beifall für ihre einfallsreichen Choreographien. Den letzten Höhepunkt des Haunersdorfer Faschingsmarktes bildete der gelungene Auftritt der Simbacher Prinzengarde mit dem Prinzenpaar Sabine und Christian. Der ganze Eispalast tobte, als die 10 Girls  ihre Beine herumwirbelten und das Prinzenpaar sich im Walzertakt auf der Bühne wiegte.

 

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